Der Kneipp-Verein Muri-Freiamt muss sich personell neu aufstellen. Die Anlage in Bünzen ist in den Winterschlaf gegangen. Gelegenheit für Katja Heizmann, auf ihre ersten Monate als ­Präsidentin des Kneipp-Vereins Muri-Freiamt zurückzublicken. Gegenwärtig stehen Personalfragen im Zentrum.

Er hat personell eine schwierige Phase hinter sich, und ausgestanden sind die Probleme noch nicht. Der Kneipp-Verein Muri-Freiamt stand mit dem Rücktritt seines langjährigen Präsidenten Alfred Strebel an der Generalversammlung 2014 plötzlich ohne Führung da. Weil die Nachfolge vorerst nicht geregelt werden konnte, beschloss der damals aus fünf Frauen bestehende Vorstand kurzerhand, die Führungsarbeit innerhalb des Teams aufzuteilen.
Traktandenliste geändert
Das ging so lang gut, bis im vergangenen Jahr die für das Ressort Aktivitäten zuständige Judith Holzer ihren Rücktritt auf die GV im kommenden Frühling 2018 ankündigte. In der Folge war es die Finanzverantwortliche, Vizepräsidentin Arlette Fischer, die nach zehnjähriger Mitarbeit auf diesen Zeitpunkt ihren Verzicht ebenfalls in Aussicht stellte. Ausgerechnet zum Zeitpunkt des 40-jäh­rigen Bestehens geriet der Verein personell in eine schwierige Phase, neben dem fehlenden Präsidium drohte jetzt auch noch ein Personalmangel im Vorstand. Katja Heizmann, seit 2013 Vorstandsmitglied, erkannte den Handlungsbedarf, der sich abzeichnete. Nach längerem Überlegen beschloss sie, sich als ­Präsidentin zur Verfügung zu stellen, damit vor den beiden Demissionen wenigstens das «Chefproblem» gelöst werden konnte. In aller Eile sei die Traktandenliste geändert worden, ­erinnert sie sich im Gespräch. An der GV im vergangenen März wurde sie problemlos gewählt, eine erste Hürde war also genommen.
Wie andere Vereine spüren die Kneipp-Freunde die zunehmend fehlende Bereitschaft zur ehrenamtlichen Mitarbeit. Ihre kurzfristig wichtigste Aufgabe sieht Katja Heizmann nun darin, die Nachfolge für die ­beiden im kommenden März frei werdenden Vorstandssitze regeln zu können. Für den Abgang von Judith Holzer zeichne sich eine Lösung ab, und für den Ersatz von Arlette Fischer stünden die Zeichen ebenfalls günstig, betont sie.

Text/Foto: Thomas Kron

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 13. Oktober 2017