Handball: Zwei Riesenschritte in der Karriere der 17-jährigen Murianerin Daphne Gautschi
Seit dieser Saison ist Daphne Gautschi in Frankreich unter Vertrag. Beim «Handball Metz» will sie sich über ein Ausbildungsteam in die Profimannschaft hocharbeiten. Mit dem Debut im Schweizer Frauen-
Nationalteam erlebte sie vor kurzem ein weiteres persönliches Highlight.

Noch vor wenigen Monaten erstaunte die damals 16-jährige Murianerin Daphne Gautschi die Schweizer Handballszene mit starken Auftritten im SP1-Team des LK Zug. Im vorletzten Meisterschaftsspiel wurde sie gar zur «Best Playerin» ihres Teams gekrönt. Auch in der U20-Nationalmannschaft reifte sie zu einer Leistungsträgerin. Alle rechneten damit, dass sie sich nun auf diesem Niveau erst einmal bestätigen müsse.
«Schwierig, ohne Familie»
Weit gefehlt. Denn wenige Wochen später überschlugen sich die Ereignisse. Die französische Nummer eins, «Metz Handball», wurde auf das Ausnahmetalent aufmerksam. Der Champions-League-Viertelfinalist bot ihr an, sich in seinem Ausbildungsteam für höhere Aufgaben zu empfehlen. Gleichzeitig könne sie ein Studium in Angriff nehmen. Gautschi zögerte nicht lange und nahm die Offerte an. Vor acht Wochen packte sie ihre Koffer und reiste in den Norden Frankreichs. Die Teenagerin macht keinen Hehl daraus, dass sie immer noch mit Anfangsschwierigkeiten kämpft: «Es ist schwierig, ohne meine Familie. Ich hätte nie gedacht, dass es so krass wird. Kommt dazu, dass ich jeden Abend total kaputt bin», sagt sie, gibt aber zu verstehen, dass sie nichts bereue. Sie habe es ja so gewollt.

Text/Foto: Willi Steffen

Mehr im «Freiämter» vom Freitag, 13. Oktober 2017