Fahrende bieten immer wieder ein brennendes Thema und sorgen teilweise für rote Köpfe. In der Region ist Merenschwand ein aktuelles Beispiel, das den Gemeinderat sogar zu einer Stellungnahme nötigte. Nun hat sich auch der Mühlauer Grossrat Ralf Bucher des Themas angenommen und zusammen mit den CVP-Parteikollegen Alfons Kaufmann und Edith Saner beim Regierungsrat eine Interpellation eingereicht, die von weiteren Grossräten getragen wird. «Die Fahrenden geben immer wieder zu Diskussionen Anlass», heisst es in der Begründung des Schreibens. «Insbesondere dann, wenn sie sich nicht an die für uns geltenden Regeln halten, Abfall nicht trennen, Abfallberge hinterlassen, Notdurft nicht auf der Toilette verrichten, Arbeiten wie Fensterläden schleifen auf offenem Feld ausführen oder ­Zufahrten blockieren.»
Der Unmut der Bevölkerung über den Sonderstatus der Fahrenden nehme zu und das Verständnis für deren Lebensweise ab. Die drei Grossräte stören sich aber auch an den Kosten, welche bei Spontanhalten durch erhöhte Polizeipräsenz anfallen. Wobei die Notwendigkeit der Einsätze nicht angezweifelt wird.

Text/Foto: Philipp Indermühle

Mehr im «Freiämter» vom Dienstag, 10. Oktober 2017